HSG Lohfelden/Vollmarshausen gegen TSV Vellmar 22:29 (11:15) 20.12.17 14:10 Alter: 275 Tage

Von: Wolfgang Bauscher aus HNA Kassel

Vellmar gewinnt, ohne zu glänzen - Lohfelden / Vollmarshausen hält Heimniederlage durch kämpferischen Einsatz in Grenzen. Die einen vermieden das zwischenzeitlich drohende Debakel, die anderen blieben mit dem glanzlosen Sieg oben dran – viel mehr positive Aspekte bot das Frauenderby der Handball-Landesliga zwischen der HSG Lohfelden / Vollmarshausen und dem TSV Vellmar nicht. Die Gäste setzten sich dabei 29:22 (15:11) durch.

 

Als Zweiter ließen sie den Kontakt zu Spitzenreiter Hoof/Sand/Wolfhagen nicht abreißen, während die HSG als Drittletzter in die Weihnachtspause geht. Nachdem Lohfelden/Vollmarshausen zuvor die Punkte gegen Hoof/Sand/Wolfhagen kampflos verloren hatte, hängte sich die Mannschaft der Trainerinnen Jessica Dörr und Nicole Faller mächtig rein.

Äußerst treffsicher präsentierte sich Hanna Boland beim Auswärtsspiel in Lohfelden / Vollmarshausen – sie erzielte sechs Tore. (Archivfoto: Katrin Sucker)

Zumindest phasenweise machte sie damit ihre spielerische und läuferische Unterlegenheit wett. Trotzdem lag der TSV stets vorn. Wegziehen konnten die Gäste jedoch erst ab der 22. Minute, als sie zunehmend ihre Schnelligkeit ausspielten. Bis dahin hatten sie 10:8 geführt, und näher als auf diese zwei Treffer kam der Gegner nie mehr heran. Nach dem Wechsel machte es die HSG dem TSV einfach. Zu leicht ließ sie sich die Bälle abnehmen und schaltete dann nicht schnell genug nach hinten um. Für die Gäste war das Derby in dieser Phase ein Spaziergang. Getrübt wurde er durch Blessuren bei Laura Springer, Maxi Hauschild und Elisa Nolte. Erst als sie 13:23 hinten lagen (41.) leisteten die Gastgeberinnen wieder mehr Widerstand und gestalteten das Ergebnis erträglicher. „In der ersten Hälfte waren wir noch ganz gut. Aber als Vellmar die Deckung auf 3-2-1- umstellte, kamen wir nicht klar und haben zudem den Anfang der zweiten Halbzeit komplett verpennt“, sagte Jessica Dörr. Den Klassenerhalt hält sie für möglich: „Wir können noch 30 bis 40 Prozent zulegen, müssen aber unbedingt Konstanz reinbekommen.“ TSV-Trainerin Rocsana Negovan bemängelte „zu viele Gegentore von Rechtsaußen“. Dort hatte Janina Schotte mit sechs Treffern die Vellmarer Deckung oft düpiert. Ebenfalls nicht behagt hatte es der TSV Trainerin, dass ihre Frauen „zu schnell ins Eins-gegen Eins gegangen“ waren. Aber immerhin: „Wir haben die Punkte und brauchen nun Ruhe. Nach der Pause sind hoffentlich alle aus dem Rückraum wieder gesund.“

Erzielte bis zu ihrem verletzungsbedingten Ausscheiden vier Tore für den TSV: Elisa Nolte. (Archivfoto: Katrin Sucker) 

HSG: Rau-Witte, (Kickstein (ab 37.), Thamm (für zwei Siebenmeter) - Herbst 4/2, Verzani 2, Pugh 1, Stede, Schotte 6, Peter 6/2, Hieronymus 3/1, Pförtner, Lerch (n.e.)

TSV: Erbuth, Pahl (ab 48.), Sandrock (n.e.) - Nolte 4/1, Schmalz 1, Deichmann 4, Hauschild 4/2, Springer, Hertha 3, Boland 6, Weinreich 1, Rull 3, Scharf 3 


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