TSV Vellmar gegen HSG Fuldatal / Wolfsanger 30:16 (13:5) 14.03.19 08:00 Alter: 7 Tage

Von: Peter Fritschler aus HNA Kassel

Traumkulisse und Kantersieg - Vellmar bezwingt Fuldatal/Wolfsanger deutlich. Superstimmung in der Vellmarer Großsporthalle, tolle Atmosphäre, 46 Tore und ein klarer Sieg des TSV Vellmar über die HSG Fuldatal/ Wolfsanger. Mit 30:16 (13:5) setzten sich die Hausherren im Derby der Handball- Landesliga der Männer durch und stehen jetzt mit 35:5 Punkten an der Tabellenspitze.

Der Rekord

Die Partie zwischen Tabellenführer und Verfolger war im Vorfeld als „Rekordspiel“ apostrophiert worden. Die TSV-Verantwortlichen wollten zum einen die Halle mit einer Bestmarke für die fünfte Liga füllen und zum anderen mit großer Kulisse dem Spiel einen würdigen Rahmen geben. 1142 Zuschauer notierte die Zählmaschine am einzigen Eingang zur Halle, also schon (inoffiziellen) Rekord. „Wir werden diese Zahl jetzt an den Deutschen Handballbund, den europäischen und internationalen Verband melden, damit sie offiziell festgehalten wird“, sagte Jan Meyer vom Förderverein. Unter den Zuschauern in der Großsporthalle waren übrigens auch die beiden Bürgermeister Manfred Ludewig (Vellmar) und Karsten Schreiber (Fuldatal) sowie Ortsvorsteher Helmuth Brehm (Wolfsanger).

 

Weltrekord! Der TSV Vellmar konnte zum Fünftligaspiel 1142 Fans begrüßen – dieser Wert soll nun offiziell bei der IHF bzw. EHF und beim DHB hinterlegt werden. (Foto: Katrin Sucker)

Vor dem Spiel

Um 18 Uhr sollte das Derby beginnen, gut zwei Stunden vorher war es, schon schwierig, im direkten Umfeld der Halle einen Parkplatz zu finden. Die Tribünen, lange Zeit defekt, waren endlich wieder komplett ausgefahren, die Halle war schon gut zu einem Drittel gefüllt. So konnte sich die zweite Mannschaft des TSV Vellmar beim 23:15-Sieg über die HSG Fuldatal/Wolfsanger III in der Bezirksklasse A über mehr Zuschauer als gewohnt freuen. Und die Stimmung war auch zu diesem Zeitpunkt schon mehr als bombig. Natürlich steigerte sich das, je mehr sich die Ränge füllten. Logisch eigentlich, denn schaute man sich auf diesen um, dann war dieses Derby nicht nur ein Zusammentreffen von Anhängern aus beiden Lagern, sondern ein echtes Treffen des nordhessischen Handballs.

 

Das Spitzenderby vor Rekordkulisse wurde präsentiert vom Autohaus Klein in Fuldatal – hier Jens-Uwe Klein (rechts) mit Volker Adam (Förderverein). (Foto: Katrin Sucker)

Das Spiel

Nach vielem Händeschütteln und vielen Umarmungen, man kennt sich ja schließlich recht gut, ging es pünktlich los. Und wie. Vellmar machte mächtig Dampf und führte nach zwanzig Minuten 6:4, zur Halbzeit 13:5. Und es ging nach dem Wechsel so weiter. Vellmar traf fast nach Belieben, bei Fuldatal/Wolfsanger hakte es.

 

 

Viele tolle Aktionen konnten die knapp 1200 Fans in der Vellmarer Großsporthalle bewundern – hier z. B. Vellmars Max Staubesand. (Foto: Katrin Sucker)

 

Symptomatisch die Szenen in der 42. und 43. Minute: Tempogegenstoß HSG, Gumula pariert, noch ein Tempogegenstoß HSG, Gumula pariert, im Gegenzug erzielt der TSV das 19:10.

Volle Unterstützung: Fuldatals Bürgermeister Karsten Schreiber (links) mit Vellmars Bürgermeister Manfred Ludewig. Nicht abgebildet: Ortsvorsteher Helmuth Brehm (Wolfsanger). (Foto: Katrin Sucker)

Die Stimmen

„Wir hatten zu viele Fehlwürfe und technische Fehler“, bemängelte HSG-Trainer Hazim Prezic nach dem Spiel. „Und wir haben keinen Zugriff auf Vellmars Angreifer gehabt.“ Und Daniel Botte, der bis zum Winter noch in Vellmar gespielt hatte fügte hinzu: „Vellmar hat jeden unserer Fehler gnadenlos bestraft.“ Gordon Hauer, Trainer des TSV Vellmar, stapelte wohl etwas tief, wenn er konstatierte, dass seine Mannschaft „vieles richtig gemacht hat“. Der Sieg sei ein weiterer wichtiger Schritt zur Meisterschaft gewesen, „aber wir haben auch noch schwere Spiele“. Felix Heckmann, der letzte Saison noch bei der HSG spielte, sagte: „Der Schlüssel zum Erfolg war unsere stabile 6:0-Deckung mit einem Supertorwart Christian Gumula.“

Spielanalyse: die Trainer Gordon Hauer (TSV Vellmar, links) und Hazim Prezic (HSG, rechts) im Interview mit Hallensprecher Jan Meyer. (Foto: Katrin Sucker)

TSV: Gumula (1.-55.), Krause (56.-60.); Räbiger, Staubesand 2, Hujer 5/4, Brückmann 2, Stumbaum 2, Adam 11, Heckmann 2, Koch, Lanatowitz 3, Berninger 2, Schuldes, Petrovszki

HSG: Hüsken (1.-44.), Huth (7 m /21., 45.-60.); Hinz, Feckler 6/4, F. Welch 1, Scholz 1, Schneider, Grebe 3, Barth 1, Gericke, Witzel 1, Botte 1, Rudolph 2, Helbing

SR: Lambmann/Rehm (Geder-Nidda/ Rüsselsheim)

Z: 1142 Siebenmeter: 4/4 - 4/4. Zweiminutenstrafen: 2 - 3 Disqualifikation: 40. Botte (HSG) nach Foul an Staubesand

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Anbei auch hier noch ein paar weitere Eindrücke von der Tombola u.s.w. ...

 

 


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