Hünfelder SV gegen TSV Vellmar 28:38 (10:20) 11.04.18 11:30 Alter: 14 Tage

Von: Osthessen News / Sport

Der Vorletzte Vellmar deklassiert Schlusslicht HünfeldNichts wurde es mit dem zweiten Saisonsieg für Oberliga-Aufsteiger Hünfelder SV: Am Samstagabend verlor die Mannschaft von Trainer Georg Müller gegen den TSV Vellmar mit 28:38 (10:20) und musste sich dem Vorletzten aus Vellmar nach einer desolaten Vorstellung deutlich geschlagen geben. Vellmar hingegen hält seine Hoffnungen auf den Klassenerhalt am Leben.

 

Nach dem Spiel ging Hünfelds Trainer Georg Müller nicht mit seiner Mannschaft, sondern mit sich ins Gericht und zeigte sich selbstkritisch. „Der Trainer ist für die Einstellung verantwortlich und das ist mir nicht gelungen. Das nehme ich auf meine Kappe“, sagte Müller und nahm die Verantwortung für die desaströse Vorstellung der Hünfelder auf sich. Schon nach wenigen Minuten war absehbar, dass die Gäste aus dem Kasseler Umland das Spiel gewinnen würden. 4:0 hieß es nach vier und 6:1 nach sieben Minuten. Nach nicht einmal zehn Zeigerumdrehungen steuerte der HSV auf ein Debakel gegen einen keinesfalls überragenden Gegner zu. Doch das, was die Hünfelder in Angriff und Abwehr zeigten, war schlicht nicht Oberliga-tauglich.

Nicht gerade zimperlich ging es beim Kellerduell in Hünfeld zu - hier wird Antonio Cuncic attackiert - Daniel Botte beobachtet. (Foto: Waldi Stübing)

Die Abwehr war löchrig wie ein Schweizer Käse und im Angriff fehlten Bewegung, Druck und Durchschlagskraft. Dazu gesellten sich etliche Ballverluste und Fehlwürfe. Mit leichtem Spiel setzte sich Vellmar Stück für Stück ab und war schon frühzeitig auf der Siegerstraße. Bis zur Pause führte der TSV bereits mit 20:10 und die Hünfelder kassierten gegen den Vorletzten zur Halbzeit schon satte 20 Gegentore.

„Vielleicht hätte ich früher die Arbeit umstellen sollen“, sagte Müller angesprochen auf mögliche Verbesserungen seitens des Trainers. Im zweiten Durchgang versuchte es Müller phasenweise mit einer 4:2-Deckung und einer offensiveren Herangehensweise. Das zahlte sich aus, denn nach dem Vellmar zwischendurch auf 15 Tore enteilt war (31:16), betrieben die Hausherren im weiteren Verlauf immerhin Ergebniskosmetik. Den nicht gerade souverän agierenden Schiedsrichterinnen Laura Kreß und Birgit Tarke drohte, das Spiel zu entgleiten und die Stimmung in der Halle zeitweise überzukochen. Nachdem Alexander Unglaube, der sein Comeback gab und als einziger Hünfelder Normalform erreichte, angeschlagen liegen blieb, das Spiel aber weiterlief und Vellmar einnetzte, herrschte kurzzeitig große Hektik.

Gut zugepackt! Das Vellmarer Abwehrspiel (hier mit Danny Körber, rechts) hat sich in den vergangenen Wochen deutlich verbessert. (Foto: Waldi Stübing)

Müllers Time-Out-Karte landete auf dem Feld, Vellmars Kevin Trogisch schnippte die Karte zurück und die Bank der Gäste regte sich auf. Als sich einer wichtigsten Spieler Vellmars, Antonio Cuncic, auch noch an der Schulter verletzte und notärztlich versorgt wurde, war Trainer Heiko Ilian auch nach Spielende noch mächtig angefressen und machte seinem Frust lautstark Luft.

 

Es war ein hitziges Ende einer Oberliga-Begegnung, die vor allem eines zeigte: Handball zum Abgewöhnen. Immerhin hält Vellmar, das völlig verdient gewann und als Vorletzter den Letzten Hünfeld deklassierte, mit diesem Erfolg seine Hoffnungen auf den Klassenerhalt aufrecht. Der Abstieg des HSV steht ja ohnehin schon seit Wochen fest.

 

Hünfelder SV: Christian Krätzig, Stephan Harseim – Lennert Sitzmann, Fabian Sauer (6/4), Niklas Fischer (3), Michael Klein, Alexander Schott (5), Kevin Houston (1), Mergim Hyseni (3), Leon Wald (2), Julian Möller, Julien Sandrock (1), Alexander Unglaube (6/1), Felix Kircher (1).

TSV:
Christian Gumula, Niklas Becker – Emil Amneus Kirkemann (2), Slobodan Vukasin, Pablo Cesar Munoz (3), Abraham Icardo (3), Finn Hujer, Daniel Brückmann (5), Antonio Cuncic (5), Lance-Phil Stumbaum (4/1), Kevin Trogisch (3), Daniel Botte (4), Robin Kiebach (7), Danny Körber (2).

Schiedsrichter:
Laura Kreß/Birgit Tarka.

Zuschauer:
300.

Zeitstrafen:
3:4 (Sauer, Houston, Wald – 3x Munoz, Körber).

Spielfilm:
0:2, 0:4, 1:6, 3:8, 5:8, 6:10, 6:14, 7:17, 9:19, 10:20 (Halbzeit), 12:25, 15:30, 20:33, 23:35, 24:36, 28:38 (Endstand).

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