Martin Herwig verhindert ein Debakel – eine herbe Niederlage gab es für den TSV Vellmar in der Handball-Oberliga. Mit 28:38 (11:19) unterlag der Aufsteiger der TSG Offenbach-Bürgel und steht damit weiter ohne Pluspunkte am Tabellenende.

An den vier Minuten, die das Spiel wegen des Ausfalls der elektronischen Spielaufzeichnung für den Ergebnisserver des hessischen Verbandes später begann, kann es nicht gelegen haben. Aber der TSV Vellmar startete katastrophal in die Partie in der heimischen Großsporthalle. Nach vier Minuten musste Trainer Gordon Hauer schon die erste Auszeit nehmen, nach zwölf Minuten die zweite. „Einzelne Spieler haben sich nicht an die abgemachte Taktik gehalten“, monierte der Coach. „Deswegen sind wir Offenbach ins offene Messer gelaufen.“  Offenbach führte mit 5:1 (5.), 11:4 (12.) und 14:6 (19.), ehe der schon fast erlösende Halbzeitpfiff beim Stande von 19:11 für die Gäste ertönte. Bis dahin hatte der TSV Vellmar die Offenbacher nicht energisch genug im Spielaufbau gestört und selbst im Angriff wieder den Gegner mit Fehlpässen und Fehlwürfen aufgebaut.

 

Trotz starker Leistung konnte Martin Herwig die deftige Niederlage gegen Offenbach-Bürgel nicht verhindern. (Foto: Katrin Sucker)

Das wurde nach der Pause besser. Vor allem gestützt auf einen weiter starken Martin Herwig im Tor, der sogar den elften Treffer der Vellmarer besorgte, als das Offenbacher Tor leer war. Herwig bewies Oberligaformat und verhinderte einen noch deutlicheren Offenbacher Sieg. Vellmar agierte nun in der Abwehr stärker und versuchte früh zu stören. Allerdings hatten die Gäste, die Eins-gegen-eins einfach stärker waren, auf alle Aktionen der Gastgeber die richtige Antwort. Im Angriff lief es ebenfalls um Einiges besser, die Fehler wurden reduziert, das Zusammenspiel passte besser und die Abschlüsse kamen genauer. So stand es nach 43 Minuten sogar 20:24. Doch Offenbach-Bürgel erhöhte dann wieder das Tempo, traf eigentlich nach jedem Angriff sicher, während Vellmar erneut zu viele Möglichkeiten brauchte, um einzulochen. (Von Peter Fritschler aus HNA Kassel)

 

Jonas Koch (Mitte) wusste in der Schlussphase mit einigen Rückraumtoren zu gefallen. (Foto: Katrin Sucker)

Ein großes Dankeschön für den Spielball der Partie überbrachte Max Staubesand (links) dem treuen Stifter und TSV-Fan Rainer Sandrock. (Foto: Katrin Sucker)

TSV: Herwig 1, Gumula; Räbiger 1, Staubesand 4, Hujer 4, Brückmann, Djuric 2/1, Stumbaum 1/1, Vukadinovic 2, Koch 4, Lanatowitz, J. M. Berninger 2, Willrich 3, Drönner 4