Starker Gumula einer der Garanten des Vellmarer Sieges - TSV holt ersten Erfolg, 34:28 bei der HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim. Die Sensation ist perfekt, der TSV Vellmar gewinnt sein erstes Spiel in der Handball-Oberliga, und das auch noch in des Gegners Halle. Der Aufsteiger setzte sich mit 34:28 (16:12) in Wiesbaden bei der HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim durch. Dabei hatte die Fahrt Richtung Südhessen gar nicht so gut angefangen.

Denn kurz vor der Abfahrt nach Wiesbaden erreichte Trainer Gordon Hauer eine Hiobsbotschaft. Abwehrrecke Peter Petrovszki meldete sich mit Grippe krank, so dass er genauso wie Routinier Lance-Phil Stumbaum, der seit Donnerstag ebenfalls mit einer Grippe umlag, ausfiel. In die Mannschaft rückte damit der ältere der Berninger-Zwillinge, Till Jonas, der so erstmals mit seinem Bruder Jan Magnus zusammen beim TSV spielte.

Trotz alledem begann der TSV Vellmar in der Halle am alten Weinberg in Wiesbaden-Breckenheim furios. Nach fünf Minuten stand es noch 2:2, doch danach übernahmen die Nordhessen das Kommando auf dem Parkett. Der TSV Vellmar führte bis zum Schlusspfiff und brachte über ein 12:6 (21.), 24:18 (48.) und 28:23 (54.) den verdienten Sieg über die Runden. Und die Vellmarer verkrafteten dabei nicht nur die krankheitsbedingten Ausfälle, sondern auch noch die Rote Karte für Nemanja Vukadinovic zwei Sekunden vor der Pause.

Freddy Drönner kommt immer besser in Fahrt – in Wiesbaden gelangen ihm neun Auswärtstore. (Foto: Jan Meyer) 

„Wir sind alle überglücklich“, sagte Trainer Gordon Hauer nach dem Spiel. „Wir haben uns diesen Sieg echt erarbeitet und auch verdient.“ Die Mannschaft habe sich zu hundert Prozent an die Vorgaben gehalten und alles Eins-zu-eins umgesetzt.

Vellmar schaffte es zudem diesmal die Anzahl der technischen Fehler und der Fehlwürfe gering zu halten. Der TSV Vellmar konnte sich in Wiesbaden auf einen Torwart Christian Gumula in Hochform verlassen. „Gumu“ war mit seinen 18 Paraden einer der Garanten des Sieges.

 

Top-Rückhalt: Christian Gumula hielt seinen Kasten oftmals sauber. (Foto: Jan Meyer)

Die Nordhessen spielten in der Abwehr enorm bissig und konsequent und zeigten sich vor allem im Positionsangriff stark verbessert. Dazu kam, dass Frederik Drönner mit ein klein wenig Wurfglück neun Feldtore erzielte. Je sieben Treffer markierten Finn Hujer und Vladimir Djuric

TSV: Herwig, Gumula; Räbiger 5, Staubesand 1, Hujer 7/1, Brückmann 1, Djuric 7/3, Vukadinovic 1, Koch, Lanatowitz, J. M. Berninger, T. J. Berninger, Willrich 3, Drönner 9