Vellmarer Lichtblick blieb aus - Oberliga-Handballer verlieren Heimspiel gegen Umstadt-Habitzheim 25:32. Ein Lichtblick vor der Winterpause, er hätte so gut in diese besinnliche Zeit gepasst. Stattdessen aber machte sich bei Handball-Oberligist TSV Vellmar wieder einmal Ernüchterung breit. Die 25:32 (13:14)-Heimniederlage gegen die MSG Umstadt-Habitzheim spiegelte dabei den bisherigen Saisonverlauf des Tabellenschlusslichts wider.

Vor dem Spiel bedankte sich das TSV-Team bei seinen treuen Fans, die das Team auch in schlechten Phasen immer wieder aufmuntern. (Foto: Katrin Sucker)

Verunsicherung scheint eine natürliche Auswirkung von Misserfolgen zu sein. Das daraus resultierende mangelnde Selbstvertrauen war dem TSV anfangs deutlich anzumerken. Im Angriffsspiel fehlten den Gastgebern Risikobereitschaft und Durchschlagskraft – kein Wunder also, dass es nach sechs Minuten 0:4 für die Gäste stand. TSV-Trainer Gordon Hauer war regelrecht gezwungen, eine frühe Auszeit zu nehmen. „Die ersten Minuten haben wir komplett verschlafen“, machte Hauer auf ein Problem aufmerksam, das beim TSV einen beinahe traditionellen Charakter hat. Um nicht viel zu früh den Anschluss zu verlieren, war eine Reaktion gefragt.

 

Vellmars zehnfacher Torschütze Frederik Drönner (links) hatte es hier schwer, gegen die Groß-Umstädter Abwehr. (Foto: Katrin Sucker)

Und sie kam. Lance-Phil Stumbaum per Strafwurf und Jonas Koch verkürzten. Als kurz darauf Frederik Drönner auf 3:4 stellte, waren die Gastgeber im Spiel angekommen. Es entwickelte sich ein unterhaltsamer Schlagabtausch, bei dem der TSV-Coach bereits nach 20 Minuten den siebten Feldspieler einsetzte. Vellmar blieb hartnäckig und besonders die Entschlossenheit vom eifrigen Drönner ließ so etwas wie Hoffnung auf der Tribüne aufkeimen. 13:14 zur Pause, beste Voraussetzungen für einen spannenden zweiten Spielabschnitt. Aber es war wie verhext. Der Ausgleich schien nicht fallen zu wollen, obwohl die Chancen da waren. Drönner scheiterte am Pfosten, Stumbaum mit einem Siebenmeter an Torwart Dennis Weih. Genau genommen hätte der TSV das Ergebnis kurz nach der Halbzeit drehen können – wäre da nicht dieser Mischmasch aus Pech und Unvermögen gewesen. Der Kampf und die Körpersprache stimmten, nur die Vellmarer Tore fielen in den entscheidenden Momenten nicht. „Das verfolgt uns schon die gesamte Saison“, bewertete Coach Hauer diesen Umstand. Am Ende zogen die Gäste, die vor dem Tor einfach abgeklärter agierten, davon. Das deutliche Ergebnis sagte allerdings nur bedingt etwas über den Spielverlauf aus – haushoch überlegen war Umstadt nämlich nicht. (von Raphael Wieloch, aus HNA Kassel)

 

Der Spielball der Partie gegen Groß-Umstadt wurde gestiftet vom TSV-Grillteam (v. l.: Werner Heeß, Herta Marker und Günter Lang), die ihrerseits wiederum mit neuen Funktionsjacken von KAMA-Sport ausgestattet wurden. Zweimal herzlichen Dank! (Foto: Katrin Sucker)

TSV: Gumula, Herwig – Staubesand 3, Brückmann 1, Stumbaum 5/4, Willrich 1, Drönner 10, Petrovszki, Hujer 1, Djuric 2/2, Koch 1, Berninger 1, Vukadinovic, Lanatowitz.