Gleich wieder eine Klatsche - Oberligist Vellmar verliert gegen Obernburg 20:35. Auweia, TSV Vellmar. Zum Auftakt in die Rückrunde gab es gleich wieder eine Klatsche. Und klar ist: Die Vellmarer gehen in der Handball-Oberliga weiter einen schweren Weg und mussten abermals die Überlegenheit des Gegners quittieren. Mit 35:20 (19:8) setzte sich Mitaufsteiger Tuspo Obernburg vor 200 Zuschauern in der Vellmarer Großsporthalle durch.

Die Gastgeber verschliefen den Start gegen die Mainfranken komplett. Nach 12:53 Minuten stand es 9:2 für die Gäste und TSV-Trainer Gordon Hauer nahm schon die zweite Auszeit. Vellmar kam dann zwar etwas besser ins Spiel, gefährlich wurde man Obernburg aber nicht. Immer wieder verlor man den Ball im Angriff und gab den Gästen die Möglichkeit zum Kontern. Was diese auch erfolgreich taten.

 

Nur selten gab es ein Durchkommen für die TSV-Offensive, hier trifft Max Staubesand, rechts blockt Tim Räbiger. So sah es leider häufig aus im Spiel gegen Obernburg. (Foto: Katrin Sucker)

In der zweiten Halbzeit ergab sich ein ähnliches Bild. Vellmar mühte sich redlich, stieß aber immer wieder an seine Grenzen. Der Wille ist da, aber der allein reicht nicht. Auf der einen Seite fehlt die Durchschlagskraft im Angriff, die Fehlerquote ist zu hoch, auf der anderen Seite bekommt man in der Abwehr nicht den richtigen Zugriff auf die entscheidenden Spieler des Gegners. Zumal sich mit Obernburg wahrlich keine Übermannschaft vorstellte – und doch war nach spätestens zehn Minuten so gut wie klar, dass die Gäste die Punkte mit an den Main nehmen werden. TSV-Trainer Gordon Hauer sprach nach dem Spiel von einer enttäuschenden ersten Halbzeit. „Dafür müssen wir uns bei den Zuschauern entschuldigen.“ Ausnehmen wollte er die beiden Torhüter Vladimir Djuric und Max Staubesand.

 

Freddy Drönner (rechts) versucht hier, seinen Gegenspieler auszutanzen. (Foto: Katrin Sucker)

Kurioses spielte sich am Spielfeldrand ab. Ganz ungewohnt war dieses Mal die Arbeit für Zeitnehmerin und Sekretär. Da es auf der Tribünenseite wegen Renovierungsarbeiten keinen Strom gab, funktionierte die elektronische Anzeige nicht. Also musste wie in alten Zeiten per Hand der Spielstand vom Zählblock umgeklappt werden. Und eine offizielle Uhr an der Wand gab es auch nicht. Der TSV Vellmar wusste nach dem frühen 2:9-Rückstand aber ohnehin, was die Stunde geschlagen hatte. (von Peter Fritschler aus HNA Kassel)

TSV: Herwig, Gumula; Räbiger, Hujer 2/1, Brückmann 1, Djuric 4/2, Vukadinovic 3, Koch 2, J.M. Berninger 2, Willrich, Petrovszki, Drönner 1, Staubesand 5

Die nächste Aufgabe für das TSV-Team wartet am kommenden Sonntag (26.01.) beim Tabellensechsten SG Bruchköbel. Gespielt wird um 17 Uhr in der Dreispitzhalle (Friedberger Landstraße, 63486 Bruchköbel).