Vellmar gewinnt nur zweite Halbzeit. Handball-Oberligist unterliegt beim Tabellenzweiten Dotzheim. Mit 25:30 (11:21) unterlag Handball-Oberligist TSV Vellmar beim TuS Dotzheim. Dotzheim bleibt damit erster Verfolger des Tabellenführers ESG Gensungen/Felsberg, der allerdings gegen die HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim beim 30:30 einen Punkt abgab, Vellmar hat als Schlusslicht weiter nur einen Sieg auf dem Konto.

Die Nordhessen spielten in der Sporthalle am Wiesbadener Schelmengraben zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. Im ersten Abschnitt war der favorisierte Gastgeber komplett überlegen und drückte dies auch in Toren aus, nach der Pause boten die Vellmarer kräftig Paroli und gewannen die zweite Halbzeit mit 14:9. „Die Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit eine durchweg positive Leistung gezeigt, und das nicht etwa, weil Dotzheim nachgelassen hat“, so TSV-Trainer Gordon Hauer. „Die Hausherren waren weiter wie gewohnt stark, aber Vellmar hat eben mehr dagegengehalten.“

In der ersten Halbzeit war der TSV Vellmar in der Abwehr zu passiv und ermöglichte so den Dotzheimern die einfachen Tore. Immer wieder wurden die Angreifer zu spät attackiert, es fehlte der richtige Biss, war die Abwehr zu durchlässig. Zudem brauchte man im Angriff zu lange, um in Wurfposition u kommen. So kam es, dass Dotzheim aus dem 0:1 (1.) über 9:5 (14.), 17:7 (23.) und 19:10 (27.) ein 21:11 zur Pause machte.

 

Vladimir Djuric (rechts) war diesmal der erfolgreichste Vellmarer Werfer – er erzielte acht Tore. (Archivfoto: Katrin Sucker)

Doch in der zweiten Halbzeit kam Vellmar mit neuer Motivation aus der Kabine. Die Abwehr, jetzt bestens organisiert von Peter Petrovszki und Jan Magnus Berninger, agierte wesentlich aggressiver, störte früh und schob die Löcher blitzschnell zu. Dotzheim musste länger spielen, um Treffer herauszuarbeiten, die einfachen Tore gelangen fast gar nicht mehr. Und vorne kam der TSV Vellmar zu seinen Treffern, weniger aus der ersten Welle, aber umso mehr aus der zweiten oder dritten. Mit etwas Glück wäre sogar noch ein besseres Ergebnis möglich gewesen.

So aber setzte sich der haushohe Favorit TuS Dotzheim letztlich mit 30:25 durch. Mit dem gleichen Ergebnis hatte übrigens Vellmar sein letztes Heimspiel gegen Dotzheim im September 2012 gewonnen. (von Peter Fritschler aus HNA Kassel)

TSV: Herwig, Gumula; Räbiger 1, Staubesand 1, Hujer, Djuric 8/5, Stumbaum 6/3, Koch 3, Lanatowitz 1, J. M. Berninger 3, Willrich 1, Petrovszki, Drönner 1.

Am kommenden Sonntag hat der TSV wieder Heimspielrecht, dann stellt sich in der Großsporthalle der Tabellendritte HSG Pohlheim vor. Anwurf gegen den Tabellendritten ist um 18 Uhr.