Vellmar hält lange mit - TSV unterliegt MT Melsungen mit 21:23. Nach dem Hinspiel hat der TSV Vellmar auch das Rückspiel in eigener Halle gegen die MT Melsungen II verloren. Die Bartenwetzer gewannen das Derby der Handball-Oberliga knapp mit 23:21 (13:12) vor 450 Zuschauern in der Vellmarer Großsporthalle.

Aber das war schon einen ganz andere Nummer gegenüber der Partie in Melsungen. Da führte zwar Vellmar anfangs, machte aber dann mit vielen technischen Fehlern den Gegner stark und unterlag schließlich recht deutlich 23:32. Diesmal hielt der TSV Vellmar das Spiel aber lange Zeit offen. Erst in den letzten zehn Minuten konnte sich die Bundesligareserve aus Melsungen absetzen. Da schraubten die Gäste das Ergebnis innerhalb von acht Minuten von 19:18 auf 23:18 (58.) und hatten die Partie für sich entschieden. Doch Vellmar gab sich nicht geschlagen und erkämpfte sich mit drei Treffern in Folge noch ein achtbares Ergebnis.

 

Packende Duelle am Kreis lieferten sich Jan Magnus Berninger (vorne links) und die MT Abwehr – hier mit Adam Kiss (links) und Torjäger Jonah Gruber (10). (Foto: Katrin Sucker)

Der TSV Vellmar ist zweifellos in den letzten Spielen stärker geworden. Technische Fehler werden nur noch einige gemacht, auch die frühen Abschlüsse wurden reduziert. Dazu kommt, dass man in der Abwehr wesentlich abgeklärter spielt. Doch ausgerechnet gegen Melsungen traten wieder zwei alte Fehler auf. Zum einen bekam die Abwehr nicht den besten Zugriff auf den starken Jona Gruber, zum anderen wurde in vielen Phasen nicht genug Druck auf die Melsunger Abwehr ausgeübt und lieber der frühe Abschluss genommen.

 

Vladimir Djuric beim Torwurf – er erzielte ein Feldtor und ein Siebenmetertor für den TSV. (Foto: Katrin Sucker)

Das sah auch Trainer Gordon Hauer so: „Wir haben Jona Gruber zu spät angegriffen, sodass der frei zum Wurf kam.“ Außerdem sei seine Mannschaft im Positionsangriff zu zaghaft und nicht druckvoll genug gewesen. Aber sie habe grundsätzlich die Vorgaben für dieses Spiel umgesetzt: „Wir verbessern uns ja von Spiel zu Spiel, aber wir versilbern nichts.“ Melsungens Trainer Georgi Sviridenko sah seine Abwehr als Gewinner des Spiels, „denn im Angriff haben wir stark nachgelassen, als Eugen Gisbrecht und Jona Gruber keine Kraft mehr hatten“.

 

Den Spielball für das Nord-Derby stiftete Thomas Kneuer (Firma FahrZeit aus Kassel), gleichzeitig Fußballmanager beim OSC Vellmar – rechts Mario Faber vom TSV-Marketingteam. (Foto: TSV-Presseteam)

Max Staubesand, wieder mit drei Treffern dabei, zuckte mit den Schultern: „Wir waren wieder so nah dran, wie gegen Pohlheim, aber wir belohnen uns nicht. Es mangelt nicht an Kampf und Einsatz, alle brennen, nur der letzte Schritt gelingt uns nicht.“ Der sechsfache Torschütze Frederik Drönner musste auf die letzten Spielminuten verzichten, er war mit dem linken Fuß falsch aufgekommen und humpelte verletzt in die Kabine. (von Peter Fritschler aus HNA Kassel)

TSV: Herwig, Gumula; Räbiger 3, Staubesand 3, Hujer 2, Brückmann 1, Djuric 2/1, Koch 1, Lanatowitz, J. M. Berninger, T. J. Berninger 3, Willrich, Petrovszki, Drönner 6

MT: Kocsis, Eggert; Kiss, Rulff, Gruber 8, Avram 4, Kothe, Damm 1, Seibert 1, Reinbold 4, Gisbrecht 5/3, Fuchs, Kuntscher 1

SR: Ostening/Schäfer (Dornheim/Groß-Gerau) – Z: 450

Siebenmeter: 1/2 - 3/3 – Strafminuten: 2 - 0

Torfolge: 2:2 (6.), 7:7 (16.), 10:9 (21.), 11:13 (29.), 15:15 (38.), 17:17 (43.)