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Vellmar stellt Weichen in 13 Minuten. Der TSV wahrt die weiße Weste. In 13 starken Minuten vom 18:16 (30.) zum 26:19 (43.) wurde die Partie entschieden.

Keinen sonderlich guten Auftritt haben Hersfelds Landesliga-Handballerinnen am Sonntagnachmittag hingelegt: Beim Tabellenzweiten TSV Vellmar zeigten sie zwar eine ordentliche erste Halbzeit, verloren dann jedoch die Nerven und am Ende auch das Spiel. Der TV Hersfeld musste sich 28:34 (15:17) geschlagen geben – und hinterließ eine angefressene Trainerin.

„In der Pause habe ich mein Team noch sehr gelobt, aber dann haben wir das Spiel eigentlich durch Disziplinlosigkeit aus der Hand gegeben“, sagte Sabine Teichmann merklich verärgert. „Auch wenn es nicht so gut läuft, kann man sich auf diese Weise nicht präsentieren – so habe ich meine Mannschaft noch nie erlebt.“ Bis zum Seitenwechsel war es eine offene Partie, in der die Vellmarerinnen zwar mehrfach hauchdünn führten, der TVH aber stets auf Tuchfühlung blieb.

Über sechs Tore von Leonie Homburg (links) konnten sich die TSV-Fans am Sonntag gegen den Verfolger aus Hersfeld freuen. Lena Griesmeier (Mitte) beobachtet die Szene. (Foto: Katrin Sucker) 

Im zweiten Durchgang bot sich dann allerdings ein anderes Bild. Denn im Nu zogen die Gastgeberinnen auf sechs Treffer davon. Dies schien auf Hersfelder Seite für Frust zu sorgen, der sich beispielsweise in einem mit der Roten Karte geahndeten groben Foulspiel von Anna-Lena Hoffelner entlud (36.).

Bis zum Schluss gelang es den Hersfelderinnen nicht, zur von ihnen gewohnten Disziplin zurückzufinden - und so kassierten sie eine laut Teichmann eine „absolut verdiente Niederlage“. Es ist die zweite der laufenden Saison. (von sam / Kristina Marth aus HNA / RBA)

TSV-Tore: Steiner 10, Schneider 6/2, Homburg 6, Scherer 4, Schmalz 3, Griesmeier, Deichmann, Springer, Geßner je 1, Eckel 1/1.