Ausrufezeichen in Twistetal. Den Damen des TSV Vellmar gelang es, einen fulminanten Sieg beim „Auswärtsbrocken“ Twistetal einzufahren.

Dass dieses Spiel die volle Konsequenz und Konzentration einer jeden Spielerin erfordern würde, war den Vellmarer Herausforderinnen bereits in der gesamten vorbereitenden Trainingswoche klar. Verzichten mussten die Menche-Schützlinge auf Spielmacherin Franziska Bachmann, sowie die Verletzten Lisa Springer, Svenja Ochmann und Nathalie Rull. Dafür durfte man Rückraumschützin Elisa Steiner wieder in den eigenen Reihen begrüßen.

Vellmars Damen zeigten sich über eine engagierte Abwehrleistung motiviert, man wollte demonstrieren, dass man nicht gekommen war, um sich mit einem Unentschieden oder gar einer Niederlage, wie beim letzten Aufeinandertreffen in Twistetal, zufrieden zu geben.

 

Das TSV-Team konnte in Twistetal den Druck auf den Gegner permanent hochhalten, hier geben Felicia Geßner und Elisa Steiner (rechts) Gas. (Foto: Lea Deichmann)

Mit einem 8:11 verabschiedete man sich in die Halbzeitpause. Der Beginn der zweiten Halbzeit charakterisierte sich denkbar ungünstig. Gleich zwei Zeitstrafen dezimierten Vellmar deutlich und ebneten den Weg zur Twistetaler Aufholjagd (11:11). Felicia Geßner brachte den TSV erneut in Führung, Selina Schneider setzte noch einen Treffer drauf. Dann eine harte Entscheidung der Schiedsrichter und der Schock für die Gäste: Rote Karte für die noch eben erfolgreiche Torschützin Schneider in der 37. Minute. Mit besonders gutem Beispiel ging Felicia Geßner voran, deren Leistung weder am Kreis noch im Rückraum nachließ und die Mannschaft durch ihren unbändigen Willen, immer wieder die Lücken zu attackieren, weiter voranpeitschte. Der rechte Flügel mit Lea Deichmann und Leonie Homburg fand ebenfalls immer wieder den Weg zum Erfolg. Torhüterin Melina Bock präsentierte sich bis zu einer leichten Verletzung am Sprunggelenk weiterhin in guter Form und auch Jacqueline Stern bot einen wichtigen Rückhalt für ihr Team.

Die aufkommende Hoffnung einer Aufholjagd nach dem 21:24 in der 55. Minute zerstörte die fulminante Schlussphase der Herausforderinnen mit einem 0:6 Lauf, den besonders Lena Griesmeier anführte.

Ein Mannschaftserfolg, der sich nicht nur gegen die Twistetaler Damen, sondern auch gegen schlechte Omen, wie die Zeitstrafen und eine Disqualifikation bewährt hat. Das Spiel darf Mut machen, um Tabellenführer Fritzlar das Leben im kommenden und letzten Heimspiel der Saison schwer machen zu können.

TSV: Stern, Bock; Homburg (7), Griesmeier (4), Deichmann (4), Schneider (4; Disq. 36:35), Scherer (4/4), Steiner (2), Schmalz (2), Geßner (1), Eckel (1), La. Springer (1).

Samstag Spitzenspiel in Vellmar

Zum Jahresabschluss geht es am kommenden Samstag (21.12.) für den TSV Vellmar und die zweite Damenmannschaft des SV Germania Fritzlar um nichts Geringeres als die Tabellenführung. Beide Mannschaften haben bereits einmal Federn lassen müssen, stehen mit jeweils 18:2 Punkten an der Spitze der Tabelle. Der Sieger des Spiels darf die heiß umkämpfte Tabellenführung mit in die Winterpause nehmen! Anwurf in der Großsporthalle ist um 15:30 Uhr!