Die Spielgemeinschaft der weiblichen Jugend C zwischen Fuldatal/Wolfsanger und dem TSV Vellmar begann im letzten D-Jugendjahr erfolgreich mit der Bezirks-Vizemeisterschaft und sollte doch im ersten C-Jugendjahr einen kleinen Dämpfer erhalten.

Knapp hinter Hofgeismar wurde man als eine der jüngeren Mannschaften Letzter in der Bezirksoberliga. Jeder, der die Spiele erlebte, sah aber, dass sehr viel mehr Potential in der Mannschaft lag, und sie oft an der eigenen Courage scheiterten.

Beeindruckt von den meist stärkeren und älteren Mannschaften in dieser höchsten Klasse des Bezirks gab man manchmal zu schnell auf. Aber gerade dieses Lehrjahr bringt eine Mannschaft in ihrer Entwicklung noch weiter, als es in den leichteren unteren Leistungsligen zu versuchen. Deswegen ist es auch Schade, dass es leider mit der Qualifikationsrunde zur Oberliga wegen des Corona Lockdowns nichts mehr wurde.

Schade deswegen, weil man mit den dazugekommenen Auswahlspielerinnen vielleicht den Sprung in die Oberliga hätten machen können. Sicherlich auch für die Trainerinnen Nathalie und Steffi hätte dies nach der dreijährigen Aufbauarbeit nochmal zum Abschluss Ihres Engagements mit dieser Mannschaft ein schönes Schlusskapitel werden können.

Nun freuen wir uns aber erstmal über jedes geschriebene Wort der Trainerinnen und wünschen Ihnen bei Ihrem sportlichen und beruflichen Werdegang alles Gute. Vielen Dank für die geleistete Arbeit in den letzten Jahren und hoffentlich ein Wiedersehen beim TSV…….

Ein Trainerinnen-Resümee

Nach dem zweiten gemeinsamen Jahr geben wir die Mädels, wie vor Beginn der Saison angekündigt, in erster Linie aus beruflichen Gründen ab. Wir wollen einen kleinen Rückblick unternehmen, bevor sich eine ereignisreiche Zeit dem Ende neigt.

Um drei Vellmarer Spielerinnen, die ihre noch junge Handballkarriere in einer gemischten Mini- oder E-Jugend-Mannschaft starteten, eine Zukunft im heimischen Verein bieten zu können, bemühten wir uns 2018 um eine Spielgemeinschaft mit einer ebenfalls kleineren Mannschaft der HSG Fuldatal/Wolfsanger. Somit gelang es, einen weiteren Grundstein für das Projekt „Mädchenhandball in Vellmar und Umgebung“ zu legen. Unser Ziel: den weiblichen Bereich wieder erstarken zu lassen und ihn dadurch an Attraktivität für die Mädchen aus Vellmar und den Umkreis gewinnen zu lassen. So fanden bereits ein Jahr später drei weitere Spielerinnen aus dem nahen Umkreis zur JSGwC Fuldatal/Vellmar/Wolfsanger.

Einige gemeinsame Trainingslager, Teambuilding-Aktionen, Turniere oder Handballcamps trugen ihren Teil zum erfolgreichen Zusammenwachsen des neu entstehenden Teams bei. Das gemeinsame Lasertagspielen im vergangenen Winter stach da als ein spaßiges Highlight sicherlich heraus.

Loben möchten wir an dieser Stelle auch den sportlichen Ehrgeiz der Spielerinnen, die neben Schulwahnsinn und Freizeitstress großen Gefallen am Handballsport gefunden zu haben scheinen. Es macht uns als Trainerinnen stolz, nach nur zwei gemeinsamen Jahren insgesamt sechs Bezirksauswahlspielerinnen im Kader verzeichnen zu können. Aber auch alle anderen Spielerinnen, ob noch aktiv spielend oder als zeitlich begrenzte Wegbegleiterinnen haben das Zusammenleben im Team stets mit Engagement und vielfältigen Charaktereigenschaften bereichert.

In der vergangenen Saison sind wir als jüngerer Jahrgang in der höchsten frei-meldbaren Liga des Bezirks gestartet. Da die Liga aus lediglich fünf gemeldeten Mannschaften bestand, waren je drei Spiele gegen denselben Gegner angesetzt. Die im Grunde noch frisch zusammengewürfelte Mannschaft aus Fuldatal/Vellmar/Wolfsanger spürte besonders in der ersten Runde die körperliche Unterlegenheit - man tat sich sichtlich schwer. Besonders gegen die Kontrahentinnen aus Dittershausen und Wilhelmshöhe war nichts zu holen. Die Entscheidung, in der höchsten Spielklasse auf Bezirksebene anzutreten, zweifelten wir als Trainerinnen jedoch nie an. Bereits in der zweiten Runde, oder besser gesagt der ersten Rückrunde, verzeichneten wir deutliche spielerische und kämpferische Fortschritte. Wir konnten zwei Siege gegen die C-Jugend aus Hofgeismar einfahren und mussten auf unsere letzte Begegnung aufgrund des vorzeitigen Saisonabbruchs durch den Corona-Virus verzichten.

Auch wenn der Schlussstrich nun schneller kam als erwartet, möchten wir festhalten, dass unsere gemeinsame Abschlussfeier bei einer Runde Lasertag nicht abgesagt, sondern nur auf unbestimmte Zeit verschoben worden ist.

Wir geben die Mädels zum Ende der Saison 19/20 mit einem weinenden und einem lachenden Auge ab. Weinend, weil wir die wöchentlichen Treffen mit unserem bunten Haufen mit Sicherheit vermissen werden, wir die bereichernden Persönlichkeiten nicht mehr so häufig sehen und vorerst kein Teil der individuellen handballerischen Entwicklung junger Spielerinnen sein werden.
Mit einem lachenden Auge, weil wir anhand der bis zum jetzigen Zeitpunkt stattgefundenen spielerischen und menschlichen Entwicklung der Mädels zuversichtlich in eine gewinnbringende Zukunft blicken. Gewinnbringend für das Team, jede einzelne Spielerin und wahrscheinlich auch den weiblichen Handballsport in Nordhessen. Außerdem freuen wir uns, die verantwortungsvolle Aufgabe in die Hände von Julian Pohl und Lukas Müller abgeben zu können, die selbst junge und engagierte Handballer sind. In dieser Konstellation lautet das nächste Ziel in jedem Fall, sich in der Oberligaqualifikation auszuprobieren und den Blick stets auf den Fortgang einer guten handballerischen Ausbildung zu richten.

Wir bedanken uns für die schönen gemeinsamen Jahre und wünschen unseren Mädels alles Gute, Verletzungsfreiheit und Erfolg in ihrer weiteren Handballkarriere.