Gunnar Kliesch ist zurück beim TSV Vellmar und hat das Traineramt für das Frauen-Landesligateam übernommen. Er wechselt als Meistertrainer von Klassenkonkurrent SV Germania Fritzlar nach Vellmar. Mit seinem neuen Team ist er schon seit vier Wochen im Outdoor-Training. Zwischendurch fand er Zeit für ein Interview mit uns …

Hallo Gunnar, schön, dass du wieder zurück in Vellmar bist – und zwar auf der „richtigen“ Trainerbank!
Ja, vielen Dank! Ich freue mich wirklich sehr über meine Rückkehr nach Vellmar.

 

Freut sich über seine Rückkehr: Gunnar Kliesch "is back" in Vellmar. (Foto: Mike)

Was hat dich bewegt, diesen Schritt zu tun?
In Fritzlar, wo wir die letzten drei Jahre sehr erfolgreich gearbeitet und das Team jüngst sogar zur Meisterschaft geführt haben, haben sich relativ spontan die Rahmenbedingungen geändert. Auf der Suche nach einer neuen, reizvollen Aufgabe kommt man in Nordhessen definitiv nicht an Vellmar vorbei.

Was bedeutet das konkret?
Zum einen ist Vellmar ein Verein, der strukturell im Amateurbereich seines gleichen sucht. Ein Umfeld, dass sich sicher auch mit anderen Vereinen auf Profi-Ebene messen könnte. Außerdem finde ich eine hungrige, leistungsorientierte Mannschaft vor, die mehr als Landesliga kann. Es ist für mich ein echter Anreiz, dieses Team neu zu formen. Und natürlich auch die Zusammenarbeit mit dem neuen Sportlichen Leiter Gordon Hauer. Ich kenne Gordon seit über 30 Jahren, habe früher selbst mit ihm Handball gespielt und denke, dass wir auch hier extrem gut interagieren.

Hofft auf baldige Normalität und darauf, wieder beim TSV-Sponsoren-Presseabend sprechen zu können, so wie hier im Sommer 2014. (Foto: TSV-Presseteam)

Was sind deine mittelfristigen Ziele mit dem Team?
Wie schon gesagt, Vellmar kann mehr als Landesliga. Ich möchte den TSV zurück in die Oberliga führen und das Team dort fest etablieren. Ob das natürlich gleich im ersten Anlauf klappt, das vermag ich heute nicht zu prophezeien.

Wer sind auf diesem Wege eure größten Konkurrenten in der neuen Saison?
Oh, da fallen mir spontan gleich vier Teams ein, die jeweils sehr ausgeprägte Stärken haben: Die HSG Großenlüder/Hainzell, ein top eingestelltes Team, dass sich seit Jahren in der Spitzengruppe behauptet. Oder die HSG Wesertal, die über das Tempo- und Positionsspiel und eine extreme Heimstärke sicher mit oben dabei sein wird. Auch Wollrode muss man auf dem Zettel haben. Und wenn Böddiger/Deute aus der Oberliga absteigen müsste, erweitern sie natürlich auch den Favoritenkreis.

Sprinten in der Aue - natürlich mit dem entsprechenden Sicherheitsabstand! (Foto: TSV-Presseteam)

Wo steht ihr jetzt aktuell mit eurem Team?
Wir haben nun die vierte Trainingswoche hinter uns. Alle sind mit großem Eifer, Engagement und Spaß bei der Sache, wir haben eine sehr hohe Trainingsbeteiligung. Aktuell kümmern wir uns um die Grundlagenausdauer, machen Intervalltraining, Gymnastik und arbeiten an der Schnellkraft. Vorwiegend in Zweiergruppen unter Einhaltung der Abstandsregeln. Alle wollen aber wieder zurück in die Normalität und hoffen auf ein möglichst baldiges Training mit dem Ball.

Danke für die Einblicke Gunnar, was meinst du, wird es mit der Liga losgehen?
Ich denke nicht vor Oktober. Wir werden uns in jedem Fall bestens vorbereiten und freuen uns dann auf das anstehende Kräftemessen mit den anderen Landesligisten.