Vorn mitspielen – das war das Ziel der Landesliga-Handballerinnen des TSV Vellmar für die Saison 2020/21. Die Lage hatte sich nach einigen Turbulenzen beruhigt. Seit 2018 hatten vier Trainer das Sagen, schon im März 2020 stand fest, dass mit Gunnar Kliesch ein erfahrener Coach von Fritzlar nach Vellmar kommt.

Und im ersten Saisonspiel, gleichzeitig auch das letzte, gelang Vellmar ein 27:25 (18:11) beim SV Reichensachsen. Danach war Schluss – und wenn es weitergeht, dann wird das schon die nächste Spielzeit sein. Beim TSV sind sich alle einig, dass sich an der Führung der Mannschaft nichts ändern wird. Das sehen Abteilungsleiter Martin Ziegener ebenso wie der Sportliche Leiter Gordon Hauer und auch Trainer Kliesch so. „Die Frage nach dem Trainer hat sich für uns nicht gestellt“, sagen Ziegener und Hauer unisono. Und Kliesch: „Wir wollen das weiterführen, was wir im letzten Jahr begonnen habe. Es wäre auch völlig gegen meine Art, wenn ich das jetzt liegen lassen würde.“ Man habe sich im letzten Jahr sehr gut vorbereitet, hätte gut trainiert, „aber es war uns nicht vergönnt, die Früchte der guten Vorbereitung auch zu ernten“, sagt Kliesch.

 

Will mit seinem „neuen“ Team was erreichen: TSV-Frauentrainer Gunnar Kliesch hofft auf die Saison 2021/22. (Foto: TSV-Presseteam)

Die TSV-Verantwortlichen sind bemüht, mit der aktuellen Mannschaft auch in die nächste Saison zu gehen. „Wir müssen noch Gespräche führen“, sagt Kliesch. Fest steht allerdings, dass Kliesch Katja Zeller, die eigentlich schon Abschied genommen hatte, für einige Trainingseinheiten pro Woche als Torwarttrainerin zurückholt. Der Coach hofft darauf, eine lange Vorbereitung zu haben. „Die Spielerinnen müssen sich nach der langen Spiel- und Trainingspause erst einmal wieder an den Ball gewöhnen. Ausdauer und Kondition sind natürlich wichtig, aber wir müssen auch wieder Spielabläufe trainieren können“, sagt der 50-Jährige.

Kliesch bevorzugt den schnellen Handball, schnelles Umschalten von Abwehr auf Angriff und umgekehrt. „Das braucht seine Zeit in der Vorbereitung. Und wir wollen wieder auf das Niveau kommen, auf dem wir beim Start in die letzte Serie waren“, sagt Kliesch. (von Peter Fritschler, aus HNA Kassel)