Das erste seiner drei Nachholspiele trägt Handball-Oberligist TSV Vellmar am Sonntag (27.03.) ab 17 Uhr bei der HSG Großenlüder/Hainzell aus. Wenn nicht Corona erneut einen Strich durch die Rechnung macht. Noch steht der TSV Vellmar mit 8:14 Punkten vor den Osthessen (8:18). Der bekommt nach Abschluss der Hauptrunde zwei Punkte wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls abgezogen. Bei Vellmar könnte sich der Punktestand am grünen Tisch noch ändern. Die SG Bruchköbel hat gegen die Wertung des Spiels gegen den TSV (2:0 Punkte für Vellmar) Einspruch eingelegt, die Entscheidung steht noch aus.

Sind sich der besonderen Schwierigkeit der Aufgabe im Lüdertal bewusst: Sportlicher Leiter Gordon Hauer (rechts) und Trainer Abi Rochel. (Foto. Dirk Krug)

Mit einem Sieg im Lüdertal würde sich Vellmar zum einen eine gute Ausgangsposition für die Abstiegsrunde erarbeiten, zum anderen aber auch die hauchdünne Chance auf die Aufstiegsrunde wahren. Vorausgesetzt, die Punkte aus dem Bruchköbeler Spiel landen auf dem Vellmarer Konto. Der Punktabzug für Wettenberg wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls spielt Vellmar ebenfalls in die Karten.

Haupttorschützen der HSG sind Dominik Malolepsy, Benedikt Dimmerling und Michael Blinzler, denen man keinen Spielraum gewähren darf. Trainer Matthias Deppe kann zudem auf starke Torhüter bauen und hat mit dem früheren Nationalspieler Uli Schaus einen versierten Torwarttrainer.

Vellmar hat am 13. Februar das letzte Punktspiel ausgetragen. Positiv nach der langen Pause ist, dass die angeschlagenen Spieler ihre Verletzungen auskuriert haben. Allerdings haben sich im Laufe der Woche drei Spieler krankgemeldet.

„Wir wissen, dass die Partie in Großenlüder ein ganz schweres Spiel wird“, sagt Trainer Abraham Rochel. „Großenlüder ist laufstark und kann in der Abwehr variabel spielen.“ Aber er sagt auch: „Meine Mannschaft ist heiß auf dieses Spiel. Wir dürfen allerdings nicht überhastet agieren, Ruhe und Konzentration sind gefragt.“

Das Hinspiel gewann der TSV Vellmar mit 30:27, ein Ergebnis, mit dem man auch am Sonntag zufrieden wäre. (von Peter Fritschler aus HNA Kassel)