Erst Vertragsverlängerung, dann der Sieg:  Vellmar gewinnt in Großenlüder, Abraham Rochel bleibt Trainer. Rechtzeitig vor dem wichtigen Auswärtsspiel der Oberliga-Handballer in Großenlüder wurden beim TSV Vellmar entscheidende Zeichen gesetzt. So wird, unabhängig vom sportlichen Ausgang der laufenden Saison, Abraham Rochel Icardo die Mannschaft weiter trainieren. Und Vladimir Djuric wird künftig die A-Jugend betreuen und Co-Trainer an Rochels Seite sein.

Großartige Kulisse: die Lüdertal-Sporthalle war beim "Endspiel" um die Play-Offs nahezu ausverkauft. (Foto: TSV-Presseteam)

Und diese wichtigen Zeichen zeigten dann auch Wirkung: Mit 32:29 (13:15) gewann der TSV Vellmar gestern das bedeutende Nachholspiel bei der HSG Großenlüder/Hainzell und kletterte auf den vierten Tabellenrang. Mit diesem Sieg haben sich die Vellmarer zum einen eine gute Ausgangsposition für die Abstiegsrunde erarbeitet, zum anderen aber auch die hauchdünne Chance auf die Aufstiegsrunde gewahrt. Vorausgesetzt, die Punkte aus dem Bruchköbeler Spiel bleiben auf dem Vellmarer Konto.

Schrecksekunde nach 5 Minuten: Torwart Christian Gumula muss verletzt vom Feld. (Foto. TSV-Presseteam)

Es war in der Lüdertalhalle eine Partie zweier Mannschaften auf Augenhöhe, keines der beiden Teams vermochte es, sich klar abzusetzen. Allerdings führten die Gastgeber in der ersten Halbzeit mehrmals mit zwei Treffern Vorsprung. Kurz vor und nach der Pause schaffte es der TSV Vellmar trotz der Zeitstrafen für zwei Spieler, dass sich Großenlüder nicht absetzen konnte. Im Gegenteil, wieder komplett, drückten die Gäste sofort aufs Tempo und in der 42. Minute stand es 21:18 für Vellmar. Doch die Gastgeber kamen wieder heran und glichen beim 23:23 (47.) aus und führten dann sogar mit 24:23.

Markus Herwig war sofort zur Stelle und zeigte mit zahlreichen Paraden seine ganze Klasse. (Foto. TSV-Presseteam)

Aber die Vellmarer, die auf vier Stammspieler verzichten mussten, ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und lagen in der 52. (27:24) und 55. Minute (29:26) jeweils mit drei Toren vorn. Die letzten Minuten zerrten an den Nerven der mitgereisten TSV-Anhänger. Großenlüder kam auf 29:30 (58:07) heran, aber Vellmar konterte und sicherte mit zwei Treffern (58:38 und 59:09) schließlich den Auswärtserfolg. „Das war ein Sieg der gesamten Mannschaft, alle haben gekämpft und wir haben heute wenig Fehler gemacht“, freute sich Trainer Abraham Rochel. Der musste nach fünf Minuten auf Torhüter Christian Gumula verzichten, der sich verletzt hatte. Für ihn kam Martin Herwig und zeichnete sich in vielen Situationen aus.

Klasse gezielt: Simon Adam (rechts) ließ den Großenlüderer Keeepern bei fünf verwandelten Siebenmetern keine Chance. (Foto. TSV-Presseteam)

Am nächsten Wochenende muss der TSV noch zweimal ran. Am Freitag um 20.30 Uhr kommt die HSG Pohlheim, am Sonntag um 17 Uhr die HSG Kleenheim-Langgöns in die Großsporthalle.

Wieder mal eine echte Einheit: das TSV-Oberligateam mit seinen zahlreichen mitgereisten Fans. (Foto. TSV-Pressearchiv)

TSV: Herwig, Gumula; Räbiger, Staubesand 6, Hujer 5, Brückmann 2, Hickl, Adam 10/5, J. M. Berninger 1, T. J. Berninger, Willrich 2, Drönner 6