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Zum Abschluss eine Niederlage - Vellmar verliert gegen Kleenheim und wartet jetzt auf das Sportgericht. Im letzten Spiel der Hauptrunde der Oberliga Nord gab es für die Handballer des TSV Vellmar in der gut besetzten Großsporthalle eine 24:28 (12:14)-Niederlage gegen die HSG Kleenheim-Langgöns.

Vellmar steht jetzt mit 10:16 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz, inklusive der am Grünen Tisch aus dem Bruchköbeler Spiel zugesprochenen zwei Punkte. Allerdings muss jetzt noch auf eine zweite Entscheidung des Sportgerichts nach dem Einspruch der SG Bruchköbel gewartet werden. Bruchköbel hatte seinerzeit einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt. Wird dem Einspruch stattgegeben, wären die Vellmarer in der Abstiegsrunde – wird er abgewiesen, dann bleiben sie in der Aufstiegsrunde. Da die Saison nicht komplett abgeschlossen wurde, wird die Tabelle nach der Quotientenregel gerechnet. Auch hier bleibt dem TSV Rang vier. Das bedeutet aktuell die Teilnahme an der Aufstiegsrunde – und damit der frühzeitige Klassenerhalt.

Spielmacher Finn Hujer wusste im Spielaufbau und im Abschluss zu überzeugen. (Foto: Dirk Krug)

 

Das Oberligaspiel in Vellmar wurde gestern mit Verspätung angepfiffen, da zahlreiche Jugendmannschaft des TSV für ihre Erfolge geehrt wurden. Auf die erste Mannschaft färbten diese allerdings nicht ab. Die Vellmarer mussten mit der Krankmeldung von Frederik Drönner am Sonntagmorgen leben und auf die verletzten Tjark Hoffmann und Christian Gumula verzichten. Letzterer zog sich bei der ersten Parade in Großenlüder einen Muskelfaser- und Sehnenriss im rechten Oberschenkel zu und wird bis zu sechs Wochen ausfallen.

Harter Einsatz am Kreis: Niklas Willrich (vorne). (Foto: Dirk Krug)

Trotzdem war gegen Kleenheim-Langgöns mehr drin für die Nordhessen. Doch das letzte Spiel der Hauptrunde offenbarte noch einmal die Schwachpunkte im Vellmarer Spiel. Die Abwehr leistete trotz der Niederlage gute Arbeit, verloren wurde die Partie im Angriff. Da wurden „Bälle weggeworfen“, also Chancen vergeben, da leistete man sich technische Fehler und brachte mit Fehlpässen die Kleenheimer in Ballbesitz.

 

Trotz guter Chancen: viel Pech und kein Tor für den wiedergesenen Lance-Phil Stumbaum. (Foto: Dirk Krug)

Bezeichnend war wohl die Phase von der 39. bis zur 45. Minute. Simon Adam hatte das 16:16 erzielt und danach war erst einmal Pause mit den TSV-Toren. Die HSG erzielte dagegen fünf Treffer in Folge und setzte sich auf 21:16 ab. Damit war die Partie eigentlich gelaufen. Darüber täuscht auch nicht hinweg, dass Vellmar, das nur beim 9:8 (20.) einmal geführt hatte, noch einmal auf 21:22 (53.) herankam. An Willen und Einsatz mangelte es dem TSV nicht, aber die Fehlerquote war insgesamt einfach zu hoch.

„Wir machen zu viele Fehler“, befand denn auch TSV-Trainer Abraham Rochel. „In der Abwehr spielen wir eigentlich recht gut, verlieren aber im Angriff zu oft den Ball und vergeben unsere Torchancen.“ Auch sei sein Team mit der offensiven Abwehr der Gäste nicht immer zurechtgekommen. Jetzt habe man aber Zeit genug, um sich auf die Aufstiegsrunde vorzubereiten. (von Peter Fritschler aus HNA Kassel)

TSV: Herwig, Scholler; Räbiger 2/1, Staubesand 6, Hujer 5, Brückmann, Djuric 1, Stumbaum, Adam 7/4, Koch, J. M. Berninger 1, T. J. Berninger 1, Willrich 1