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Vellmar ringt Offenbach nieder -  Oberligist gewinnt in der Aufstiegsrunde 34:30. Der TSV Vellmar bleibt in der Aufstiegsrunde der Handball-Oberliga in eigener Halle weiter ungeschlagen. Vor 200 Zuschauern wiesen die Nordhessen im dritten Heimspiel die TSG Offenbach-Bürgel mit 34:30 (14:17) ab und kletterten damit in der Tabelle einen Rang vor Schlusslicht HSG Hanau II.

Die Freude bei den Vellmarern und ihrem Anhang kannte nach dem Spiel kaum Grenzen. Von allen Seiten gab es Schulterklopfen und Glückwünsche. Und Trainer Abraham Rochel strahlte natürlich über das ganze Gesicht. „Das war das beste Spiel, was wir in der gesamten bisherigen Saison gemacht haben“, freute sich Rochel. „Über 60 Minuten hat die Mannschaft alles gegeben, eine geschlossene Leistung gezeigt und ein spektakuläres Spiel abgeliefert. Ich bin sehr, sehr zufrieden.“ Von dem TSV, der das Hinspiel in Offenbach mit 19:29 klar quittieren musste, war in der heimischen Großsporthalle nichts, aber auch gar nichts zu sehen. Vellmar spielte selbstbewusst auf und steckte kleine Rückschläge immer wieder weg. Mit Martin Herwig und später Tom Scholler standen zudem zwei Torleute im Kasten, die die Mannschaft immer im Spiel hielten. Die Abwehr bekam dadurch die notwendige Sicherheit und entschärfte gerade in der Schlussphase so manches Offenbacher Anrennen. Im Angriff ließ man sich diesmal nur selten aus der Ruhe bringen, machte das Spiel schneller, wenn es notwendig war, und genauso auch wieder langsamer. Und die liegengelassenen Chancen konnte man diesmal an einer Hand abzählen.

Gemeinsam mit Tom Scholler wieder starker Rückhalt im TSV-Tor: Martin Herwig. (Archivfoto: Katrin Sucker) 

Offenbach hatte als die starke Mannschaft, die man erwartet hatte, begonnen. Die Südhessen führten bis auf einige Ausnahmen eigentlich immer knapp. Nach 25 Minuten allerdings mit 16:11, weil Vellmar sich dann die üblichen schwachen Momente mit technischen Fehlern und Ballverlusten leistete. Nach dem 18:18 (35.) wendete sich das Blatt langsam aber sicher zugunsten der Gastgeber. Beim 19:18 führte Vellmar das erste Mal im Spiel. Beim 27:25 (49.) das erste Mal mit zwei und beim 29:26 (55.) mit drei Toren Vorsprung. Beim 33:29 – 70 Sekunden vor Spielende – war den Vellmarern der verdiente Sieg dann nicht mehr zu nehmen. Einer der großen Anteil am Sieg hatte, war Finn Hujer, der, wie auch schon in den letzten Partien, dem Spiel die Richtung gab. Dabei erzielte er nicht nur zehn Treffer, sondern traf in der Endphase auch noch zum richtigen Zeitpunkt. „Handball ist ein Mannschaftssport, nur wenn die Leistung des Teams stimmt, kann es dem Einzelnen auch gelingen, Tore zu erzielen“, gab Hujer das an ihn gerichtete Lob schließlich weiter.

Danke an die euphorisierten Fans: Lance-Phil Stumbaum und seine teamkollegen beim Applaus für das Publikum. (Foto: Dirk Krug)

Vellmar konnte es sich sogar leisten, drei Siebenmeter nicht zu verwandeln. Jetzt geht zuerst die Reise nach Dotzheim und dann kommt Hanau II zum Saisonausklang nach Vellmar. (von Peter Fritschler aus HNA Kassel)

TSV: Herwig, Scholler; Räbiger 5, Reimer, Staubesand 3, Hujer 10/2, Brückmann, Djuric, Stumbaum 5/1, Adam 6/2, Koch 3, J. M. Berninger 2, T. J. Berninger