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Nach dem 3. April stand eigentlich fest, dass die Handballer des TSV Vellmar in der Oberliga-Aufstiegsrunde die Saison abschließen. Eigentlich? Ja, da war noch der Widerspruch der SG Bruchköbel gegen die Verbandswertung des Spiels gegen Vellmar zugunsten der Nordhessen. Bis zum Start der Playoffs war der aber abgewiesen. Also startete der TSV in der Aufstiegsrunde und hatte damit auch den Klassenerhalt geschafft.

Mit 0:18 Punkten ging Vellmar in die zweite Hälfte der Saison und beendete diese als Vorletzter der Tabelle mit 7:19 Zählern. Besonders erwähnenswert dabei, Vellmar verlor keines seiner Heimspiele.

Vom Grundsatz her sind die Auftritte des TSV gegenüber der Abbruchsaison 2019/20, in der man schon als Absteiger feststand, besser und sicherer geworden. Besonders in der Abwehr arbeiteten die Vellmarer vermehrt als Einheit, schoben besser und standen als Block. Agieren vor Reagieren haut zwar noch nicht immer hin, hat sich aber gut entwickelt, vor allem in den offensiven Varianten. Ganz davon abgesehen, dass auf die beiden Torhüter Christian Gumula und Martin Herwig Verlass ist. Gleiches gilt für Perspektivspieler Tom Scholler, der nach Gumulas Verletzung fest in den Kader rückte. Im Angriff hat der TSV die Fehlerquote gesenkt, beim Passspiel und auch beim Abschluss.

Tom Scholler (Mitte) hat sich mit tollen Paraden erfolgreich in den Kader gespielt. (Foto: Dirk Krug)

Manko bleibt die fehlende Konstanz im Spiel. Vellmar nimmt sich immer wieder seine Auszeiten. Kein Zugriff in der Abwehr, katastrophale Abspiele und Abschlüsse, die keine sind. Aber auch das ist zumindest in den letzten Heimspielen besser geworden. Bei aller Kritik darf man aber nicht vergessen, dass der TSV-Kader von Beginn an nicht üppig besetzt war.

Eine echte Sahnesaison hat Finn Hujer (Mitte) gespielt - er wurde zu Recht zum Spieler der Saison gekürt. (Foto: Dirk Krug)

„Wir haben eine starke Saison gespielt, zuhause in der Aufstiegsrunde kein Spiel verloren, unterm Strich bin ich sehr zufrieden“, sagte Trainer Abraham Rochel. Der Spanier weiß, dass es natürlich immer noch Dinge gibt, die sein Team verbessern kann und muss. „Aber wir müssen immer bedenken, wir sind in die Oberliga mit einem Landesliga-Kader gestartet.“ Die Mannschaft habe eine positive Entwicklung gemacht. „In der Abwehr sind wir stabiler geworden, haben unsere zwei Systeme erfolgreich gespielt“, sagt Rochel. „Und im Angriff haben wir die Fehlerquote minimiert.“ Auch für die Zukunft ist Rochel optimistisch: „Matthias Henne ist ein guter Nachfolger von Gordon Hauer und hat schon gute Arbeit geleistet.“

Einmal mehr in bestechernder Form: Lance-Phil Stumbau (im Wurf). (Foto: Dirk Krug)

Der Sportliche Leiter Henne kann drei Neuzugänge melden. Vom TSV Wollrode kommen Louis Badenheuer (Kreisläufer) und Kevin Gockell (Rückraum), von Eintracht Baunatal Jakob König (Linksaußen). Letzterer kommt im Rahmen der Kooperation der Vellmarer mit den Baunatalern. Außerdem wird der Vellmarer B-Jugendliche Ben Lücking künftig auch vermehrt mit der ersten Mannschaft trainieren. (von Peter Fritschler, aus HNA Kassel)

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