Am Sonntag kam es zum Kräftemessen der zwei bislang ungeschlagenen Mannschaften der Gruppe 1 um die inoffizielle Herbstmeisterschaft.

Nachdem die Mannschaft in Grebenstein eingetroffen war, wurde uns offeriert, dass vorerst nur 20 Gästezuschauer zugelassen sind. So mussten einige Eltern noch bis kurz vor Schluss warten, um eingelassen zu werden, um nicht die maximale Hallenkapazität zu sprengen. Ein rechtzeitiger Hinweis wäre allerdings hilfreich gewesen.

Es war also angerichtet, ein nordhessischer Handballleckerbissen lag auf dem Tisch. Und das Spiel wurde den Ansprüchen gerecht.

Wir waren dieses Mal von Beginn an hellwach und bestimmten die ersten Minuten der Partie, es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Besonders erfolgreich entpuppte sich heute unsere zweite Welle und unsere Torhüterin war insbesondere in der 1. Hälfte auf dem Posten. Wir agierten dabei wesentlich variantenreicher und mit der besseren Spielanlage als die Spielerrinnen der SHG, die einzig allein von ihrer wurfgewaltigen Nummer 4 profitierten. So blieb es ein enges Spiel und wir gingen mit 1 Tor Rückstand in den Kabinenflur.

Mit lautstarker Unterstützung der gesamten Bank wurde jede (Abwehr-) Aktion gefeiert, dieser Punkt ging schon mal an unser Team.

In der Halbzeit justierten die Trainer unsere Angriffsoptionen und gaben genaue Anweisungen, wie unsere Mädels in Halbzeit 2 agieren sollen. Wir erwischten wieder eine starke Anfangsphase, waren jedoch über die Außen leider kaum erfolgreich. Leider beherzigten unsere Spielerinnen in der Folge des Spiels erstaunlicherweise nicht die ihnen mit auf den Weg gegeben Tipps.

Sicherlich ist der Kreativität freien Lauf zu lassen, aber es hat durchaus Sinn was die beiden Trainer als taktische Überlegungen mit geben. So spielten unsere Damen selbst für die Trainer über-raschende Varianten, die weder trainiert noch jemals gesehen wurden. Dies war jedoch in einer wichtigen Phase des Spiels nicht unbedingt zielführend, zudem gelang es uns nicht die Topscorerin rechtzeitig am Wurf zu hindern und wir konnten auch aufgrund des kräftezehrenden Aufwandes (das Körnersilo war leer) über die gesamte Spielzeit hinten heraus nicht mehr entscheidend zusetzen, um einen verdienten Punkt mitzunehmen.

Unser Respekt der jungen Schiedsrichterin, die auch in den hektischen Phasen des Spiels die Übersicht behielt.

In der Niederlage zeigt man Größe und lernt aus den nicht optimal umgesetzten Dingen.

Unsere Mädels sind das jüngste Team der Gruppe, sie sollen und dürfen Fehler machen. Ihr Spielwitz ist erfrischend und macht Lust auf mehr. Auch die „Lautstärke“ im Team und von der Bank war so, wie sich die Trainer das vorstellen. 

Nichtsdestotrotz sind die klaren Ansagen des jungen Coaches und des älteren Trainerfuchs durchaus durchdacht, fundiert und können das entscheidende Zünglein an der Waage sein. Dies müssen unsere Damen unbedingt noch beherzigen, dann ist uns um die Entwicklung nicht bange.

Starke Leistung, wie formulierte es ein Vater: „Die kleinen Mädchen, haben den großen Mädchen ein wenig den Allerwertesten versohlt“. Passt!

Es spielten: Leya, Chiara, Lea (1), Antonia (1), Thalia (4), Mari, Alicia (2), Franzi (7), Carlotta (1), Maja, Liv (1)