Es war die erwartungsgemäße Niederlage: Mit 26:21 (11:9) musste sich die JSGwB Ahnatal/Calden/Vellmar im Freundschaftsspiel der HSG Twistetal (Oberliga) geschlagen geben.

„Am Ende waren wir chancenlos, auch wenn wir im Rahmen unserer Möglichkeiten natürlich alles dafür tun wollten, dass es eben keine Niederlage in dieser Höhe wurde“, sagte Trainer Ricky Cramer nach der Partie, die aber nur am Ende der zweiten Halbzeit ungleich war.

Zunächst nämlich beherzigten die ersatzgeschwächten Gäste das, was Coach Daniel Endtricht gefordert hatte. Laufbereitschaft, geduldiges, aber beherztes Angriffsspiel, Beweglichkeit in der Abwehr. Die Twistetalerinnen, die 2-3 ihrer Stammspielerinnen gar nicht im Kader hatten, weil noch Ferien waren, taten sich schwer, ihr gefürchtetes Konterspiel aufzuziehen. Dafür sorgte eine aufmerksame 6:0-Deckung der Jugendspielgemeinschaft und auch der nicht eingespielte Rückraum, mit Thalia auf der Mitte sowie Alicia und Carlotta daneben, agierte trotz Winterpause clever. Das Ergebnis war eine knappe Pausenführung der Gastgeber (11:09), nachdem sich vorher keine Mannschaft mit mehr als 2 Toren absetzen konnte. Trainerduo Cramer und Endtricht waren froh darüber, dass sie trotz der misslichen Verhältnisse (u.a. drei Rückraumspieler fehlten) ein überraschend gutes Spiel ihrer Mannschaft sahen. Für Thalia und Alicia brachten sie zwischendurch Inken und Emilia aus der w.C-Jugend. Beide konnten nahtlos an die Leistung ihrer Vorgänger anknüpfen und besonders mit ihrer agilen Art und Weise den Druck hochhalten. Besonders stolz kann Clara auf ihr Comeback sein.

Nach über 6 Monaten verletzungsbedingter Pause überzeugte die Ahnataler Linkshänderin auf Rechtsaußen mit mehreren Torchancen. In der „Teepause“ erinnerten die Trainer an die individuell gestellten Aufgaben einzelner Spieler und forderten mit mehr Schwung in die Vorwärtsbewegung zugehen.

Entsprechend motiviert kamen die JSG-Damen gestärkt aus der Kabine und machten fortan mit einer 5:1-Deckung ernst. Die Twistetalerinnen schafften es in der Folge nur noch schwer, die Deckung der Vereinigten zu überwinden und so wie von Endtricht verlangt hagelte es Gegenstöße (auch wenn nicht immer erfolgreich). Die Caldener Torhüterin Leya versuchte immer wieder ihre Flügelspielerinnen Lea, Svea und Clara mit langen Pässen in Szene zu setzen und entsprechend zu fordern. Chiara gelang es mehrmals die aggressiv-offensive Deckung mit überraschenden Kreisanspielen auf Mari zum Verzweifeln zu bringen.

Ein Augenschmaus für die Zuschauer war auch das erfolgreiche Zusammenspiel von unserem Geschwisterpaar Inken und Carlotta auf der rechten Seite. Immer wieder brachte Inken ihre ältere Schwester Carlotta auf Rechtsaußen in eine eindeutige Wurfsituation. Unsere Spielmacherin Franzi durfte nach einer Zahn-OP nur am Siebenmeterpunkt antreten und war auch hier erfolgreich. Antonia übernahm heute krankheitsbedingt die Statistik und unterstützte von der Bank aus.

 

 „Wir haben in den letzten 5 Minuten einfach zu viele Fehler gemacht und sind eingebrochen“, fasste das Trainerteam zusammen. Am Ende blieb den beiden Trainern trotzdem nur noch, das Lob zu verteilen.

,,Unsere Damen haben in den ersten 45 Minuten wirklich gut mitgehalten, aber die Damen aus Twiste haben einfach eine tolle Mannschaft, im Durchschnitt einen älteren Jahrgang und in der jeder Handballspielen kann. Sie haben den Sieg verdient“.

Insgesamt ein sehr guter Start in das neue Jahr und vor allem eine gute Gelegenheit aus der Winterpause herauszukommen. Weitere Testspiele gegen OL-Mannschaften sind für die lange Spielpause im Januar vorgesehen.

Es spielten in der Hölle des Nordens:

Thalia (4), Mari (4), Svea (2), Lea, Inken (5), Carlotta (4,) Clara (1), Alicia (1), Chiara, Emilia, Franzi (1) und Torhüterin Leya