VOR ORT - beim Derby der Handball-Landesligen in Dittershausen. Eine Niederlage gab es am Landesliga-Derbytag unter Coronabedingungen für die Handballmannschaft der TSG Dittershausen. In eigener Halle unterlagen die Frauen im Duell zweier bis dahin siegloser Teams dem TSV Vellmar 21:35 (12:14).

Die Maßnahmen

Maximal 100 Zuschauer dürfen gemäß der 2G-Regel zu den Spielen in die Halle. Überprüft werden Zertifikate und Ausweise von Jugendlichen der TSG. Stimmt alles, bekommen die Gäste einen Stempel für das Frauenspiel. „Bei den Frauen waren 68 Leute drin“, berichtet Abteilungsleiter Werner Poppenhäger später. Zusammen mit Jörg Jäger vom Handball-Förderverein der TSG verkauft er an der Kasse Eintrittskarten.

Erneut in Top-Form: Lea Deichmann - sie erzielte 9 Treffer für ihr Team. (Archivfoto: Dirk Krug)

Die Gäste-Fans

Ganz so wie geplant läuft die Veranstaltung allerdings nicht. Um die Zuschauerzahl auf 100 begrenzen und zu großen Andrang vermeiden zu können, sollten die Anhänger der Gäste auf einen Besuch verzichten. Die Vellmarer akzeptierten dies mit leichtem Murren.

Das Spiel

Nur eine Halbzeit lang hält die TSG mit. Nach dem Wechsel gewinnen die Gäste immer mehr an Sicherheit, während die TSG in sich zusammenfällt. „Wir wollten unser Herz in die Hand nehmen, und das haben wir getan. Nach drei bitteren Niederlagen zuvor macht mich das stolz“, sagt TSV-Trainer Gunnar Kliesch. Immer leichter baut Vellmar den Vorsprung aus, immer konfuser spielen die entmutigten und durch eine Fußverletzung von Kathrin Hoppe (33.) geschwächten Gastgeberinnen. Der negative Höhepunkt: Sogar in doppelter Überzahl müssen sie ein Gegentor durch Meike Naumann hinnehmen. Es ist das 35. und zugleich der Schlusspunkt. „Wir wollten es heute erzwingen, aber das ging komplett nach hinten los“, sagt TSG-Trainer Dino Duketis. (von Wolfgang Bauscher aus HNA Kassel)

Meike Naumann (rechts) stabilisierte nicht nur die TSV-Deckung, sondern erzielte auch den Abschlusstreffer zum 35:21-Auswärtssieg. Hinten Torfrau Sophie Gerner. (Archivfoto: Dirk Krug)

TSG: Handschke, Glöckler (ab 43.) - Grimm, Glöckner, Weihser, Wilke 7, Geyer 1, Kördel 5/4, Rei, Bachmann 3, Opretzka 1, Hoppe 4, Hentschke

TSV: Gerner, Zeller (für einen Siebenmeter) - Hauschild 2, Griesmeier, Küster 3, Ulrich 6, Naumann 7/3, Steiner 2, Deichmann 9, Wuschek, Hörder 2, Rull 4, Hollstein, Ochmann

Weiter geht es für die TSV-Frauen dann erst im neuen Jahr: am 16. Januar gastiert das Team von Gunnar Kliesch bei der HSG Wesertal ...