Nur eine Niederlage für Vellmar - so fällt die Zwischenbilanz der heimischen Landesliga-Teams aus

Halbzeit in der Handball-Landesliga der Männer und Pause bis zum 20./21. Januar 2024. Der erste Teil der Saison wurde vom TSV Vellmar dominiert. Der Oberliga-Absteiger steht mit nur einer Niederlage an der Tabellenspitze. Eine Zwischenbilanz ...

TSV Vellmar

Vellmar ist auf einem guten Weg zurück in die Oberliga. Die Mannschaft von Trainer Abraham Rochel stellt mit Abstand die beste Abwehr der Liga. Vor dem starken Torhüter Christian Gumula agiert ein sicherer Block. Der kann defensiv wie auch offensiv überzeugen. Im Angriff hat man es geschafft, die Fehlerquote zur reduzieren. Die Niederlage im Spitzenspiel bei Körle/Guxhagen hat aber gezeigt, dass man als Topteam in jedem Spiel das Herz in die Hand nehmen muss. Im letzten Spiel vor der Pause ließ der TSV Vellmar nichts anbrennen und gewann mit 35:17 beim TSV Ost-/Mosheim.

Gute Gespräche: Vellmars Trainer Abraham Rochel Icardo kann mit seiner Mannschaft zufrieden sein, seine Ansprachen kommen an, erst eine Niederlage musste man hinnehmen. (Foto: Dirk Krug)

Statistik: Bester Torschütze: Jakob König 109 (7,79 pro Spiel), sicherster Siebenmeterschütze: König 29/37 (Trefferquote 78,38%), meiste Zeitstrafen: Louis Badenheuer 10 (0,76923 pro Spiel)

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HSG Baunatal

Die HSG ist in die Saison eins nach Tobias Oschmann gegangen. Der langjährige Kapitän hatte seine aktive Laufbahn beendet, entschied sich dann aber doch dafür, als Co-Trainer weiterzumachen. Trainer Mike Fuhrig wollte nur bedingt oben mitspielen, für ihn steht die Weiterentwicklung der jungen Mannschaft im Vordergrund. Das konnte nicht ganz gelingen, weil die jüngeren Spieler zum Teil auch länger wegen Verletzung ausfielen. Der Oberliga-Absteiger steht auch in dieser Saison für eine starke Abwehr mit guten Torhütern und einem hohen Tempo im Angriffsspiel. Die letzte Partie gewann man mit 32:29 beim VfL Wanfried.

Statistik: Bester Torschütze: Christian Vogt 73 (5,21), sicherster Siebenmeterschütze: Adrian Rudolph 30/36 (83,33%), meiste Zeitstrafen: Lukas Dexling (0,91667)

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Fuldatal/Wolfsanger

Die Vereinigten von der Eichhecke sind vom Glanz der Tage, als man zu den Titelfavoriten gerechnet wurde, ein Stückchen entfernt. Was auch kein Wunder ist, denn die HSG musste einen personellen Umbruch verkraften. Mit Fynn Welch hatte ein zentraler Akteur die Mannschaft verlassen, mit Maxi Simon ein treffsicherer Schütze und starker Abwehrspieler. Der Mannschaft von Trainer Jendrik Janotta fehlte in manchen Spielen die Konstanz in der Leistung. Trotzdem hat man bisher das Ziel „oberes Mittelfeld“ erreicht. Die Vorserie schloss man mit dem 29:28-Sieg bei der TG Rotenburg ab.

Statistik: Bester Torschütze: Paul Helbing 66 (4,71), sicherster Siebenmeterschütze: Lino Gericke 21/28 (75%), meiste Zeitstrafen: Lukas Kolata 7 (0,53846%)

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TSG Dittershausen

Die Mannschaft von Trainer Sead Kurtagic hatte in der letzten Saison mit Platz vier und dem Auftreten als Einheit überzeugt. Den Fuldabrückern war klar, dass man in dieser Saison einen Rang so weit oben nicht unbedingt wiederholen kann. Von Serienbeginn an fehlten wichtige Spieler, das machte sich bei einigen Niederlagen doch bemerkbar. Auch aktuell ist die Lage nicht rosig, zumal mit Christian Siebert ein starker Akteur länger ausfällt. Trotzdem dürfte ein Platz im Mittelfeld für die Fuldabrücker sicher sein. Mit dem letzten Aufgebot unterlag die TSG vor der Pause der HSG Wesertal 29:30.

Statistik: Bester Torschütze: Fabian Rudolph 60 (5,45), sicherster Siebenmeterschütze: Moritz Gerlach 17/20 (85,00%) , meiste Zeitstrafen: Magnus Benedix 10 (0,8333)

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SVH Kassel

Der Aufsteiger aus Harleshausen konnte nur mit einem Rumpfkader in die neue Saison starten. Der neue Trainer Sebastian Menche und sein Co-Coach Lukas Mock haben als Saisonziel den Klassenerhalt ausgegeben. Von dem ist man aktuell noch ein Stückchen entfernt, zumal man mit Saisonende wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls vier Punkte abgezogen bekommt. Wenn es die SVH schafft, die eigene Fehlerquote zu minimieren, sollte der Klassenerhalt keine Utopie sein. Die 21:27-Niederlage zur Winterpause ausgerechnet beim Schlusslicht Alsfeld zählt aber doppelt, wenn man das so sagen kann.

Statistik: Bester Torschütze: Jan Habenicht 124 (8,86) führt auch die Torjägerliste an, sicherster Siebenmeterschütze: Habenicht 53/62 (85,48%), meiste Zeitstrafen: Daniel Pächer 5 (0,38462), Tobias Köhler 5 (0.35714)

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VfB Vikt. Bettenhausen

Die Bettenhäuser sind zur Winterpause das Sorgenkind unter den Mannschaften des Sportkreises. Der VfB hat erst vier Siege auf seinem Konto, steht mit im Tabellenkeller und bekommt wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls noch zwei Punkte abgezogen. Der Mannschaft aus dem Kasseler Osten fehlt es im Spiel oft an Ehrgeiz und Aggressivität, phasenweise läuft es gut, dann ist wieder Schicht im Schacht. Das liegt teilweise auch am personellen Umbruch, den man eingehen musste. Trainer Matthias Linke hat Ende November sein Amt beim VfB aufgegeben, weil „die Vorstellungen von Disziplin und handballerischem Ehrgeiz unterschiedlich waren“. Mit Beginn des neuen Jahres wird Mirza Fitozovic, der auch schon bei m VfB Bettenhausen spielte, die Mannschaft betreuen. Wichtig war der 31:30-Erfolg zuletzt gegen die HSG Twistetal. (von Peter Fritschler aus HNA Kassel)

Statistik: Bester Torschütze: Maximilian Friedrich 69 (5,31), sicherster Siebenmeterschütze: Marvin Heidig 16/21 (76,19%), meiste Zeitstrafen: Ante Franic 13 (0,92857)